Erfahrungen & Bewertungen zu Dorothee Drögemüller

Krötenwanderung

Warum die meisten Deutschen nicht von steigenden Vermögenspreisen profitieren

Da ist sie wieder die German Angst. Nein, keine Sorge, dies wird kein politisches Statement für die FDP, die die German Angst in German Mut verwandeln will. Mit German Angst meine ich die anhaltende Scheu der Deutschen gegenüber der Geldanlage am Aktienmarkt. Wobei sich die Frage stellt, ob „Scheu“ das richtige Wort ist oder ob es nicht bei vielen sogar eine „Abscheu“ ist. Die Kapitalmärkte, insbesondere die Börsen, werden von vielen immer noch mit Skepsis beäugt. Und mit der Gewissheit, dass dort ohnehin nur Zocker unterwegs seien und man am Ende sein Geld los ist.

 

Otto Normalverbraucher hat sich beim Börsengang der Telekom und zu den Glanzzeiten des Neuen Marktes aus der Deckung gewagt und wurde bitter enttäuscht. Wie ein Kind, das sich einmal an der heißen Herdplatte die Finger verbrannt hat, fasst der Deutsche in der großen Mehrheit keine Aktien oder Fonds mehr an. Und verliert dabei ein Vermögen.

 

Denn im Gegensatz zu dem Kind, das sich die Finger verbrannte, aber später natürlich dennoch den Herd zum Kochen und den Kamin zum Heizen nutzen wird, hat der Anleger von der Börse ein für alle Mal die Nase voll. Die Deutschen, die so stolz auf ihre weltmarktführenden Unternehmen sind, überlassen die Gewinne dieser heimischen Unternehmen freiwillig anderen. Denn die Börsen sind keine Zockerei, auch wenn es sicher Spieler unter den Marktteilnehmern gibt, sondern spiegeln den Erfolg der Wirtschaft wider. Natürlich gehören Rückschläge dazu, jeder Unternehmer kennt das und jeder Angestellte weiß, dass es mal eine Auftragsflaute gibt. Aber langfristig ist die Ertrags- und Innovationskraft der Unternehmen so groß, dass die Börsenkurse eben auch langfristig steigen.

 

Leider profitieren davon nur wenige Anleger, während die meisten ihre Kröten verlieren. Denn Kröten wandern, nicht nur in der Natur. Nämlich von Otto Normalverbraucher, der seine Sparkröten auf unverzinsten Konten herumliegen lässt und durch die Inflation jedes Jahr Geld verliert, zu denen, die ihre Kröten in einer sinnvollen Vermögensstruktur investieren.

 

Noch nicht überzeugt? Gut, vielleicht helfen dann ein paar Zahlen weiter. Wer in der Vergangenheit (und wir haben hier immerhin ganze 44 Jahre betrachtet) seiner persönlichen Vermögensstruktur 30% Aktien und 70% festverzinsliche Anlagen hinzugefügt hat, konnte sich im schlechtesten Fall nach 5 Jahren über eine Rendite von 2,4% pro Jahr freuen. Vergleichen Sie das mal mit den Zinsen, die Ihnen die Bank heute für Ihre Kröten anbietet! Und das ist ja auch nur der schlechteste aller Fälle. Im Durchschnitt konnten sich Anleger über satte 7,9% pro Jahr freuen!

 

Zugegeben, wer steigt durch die ganzen Finanzprodukte schon durch? Man will sich nicht die Finger verbrennen, nur weil man kein Finanzexperte ist und man soll nicht kaufen, was man nicht versteht. Richtig so! Aber sich einen qualifizierten Rat holen, das kann nicht schaden. Achten Sie dabei auf die Unabhängigkeit des Beraters. Denn nur wer keine eigenen Provisionsinteressen verfolgt, kann sich wirklich ganz auf die Beratung des Kunden einlassen und ihm das empfehlen, was für ihn persönlich am besten ist. Certified Financial Planner (CFP) sind ausgewiesene Experten, die ein individuelle Konzept für Sie erstellen und sie langfristig begleiten. Achten Sie auf dieses Qualitätssiegel.

Was macht eigentlich ein Financial Planner?

5 Fagen an Dorothee Drögemüller

Frau Drögemüller, Sie sind Certified Financial Planner. Was hat es mit dieser Bezeichnung auf sich?

Der Titel „Certified Financial Planner“, oder kurz „CFP“, ist in Deutschland leider noch nicht in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Dabei gibt es dieses Qualitätssiegel für Berater auf der ganzen Welt und wird in allen Ländern nach den gleichen strengen Anforderungen verliehen. Dazu gehören neben einer langjährigen Berufserfahrung auch ein besonderes Studium und umfangreiche praktische und theoretische Prüfungen. Zusätzlich verpflichten sich die CFP bei der Ausübung ihres Berufes zur Einhaltung von ethischen Beratungsstandards. Gerade in diesem Bereich hat die Finanzbranche in den vergangenen Jahren ja einiges an Nachholbedarf offenbart. Ein Certified Financial Planner ist auch verpflichtet, sich ständig weiterzubilden. Alle zwei Jahre muss der Zertifikatsträger nachweisen, dass er sein Wissen in allen Bereichen aktuell gehalten hat. Fehlt dieser Nachweis wird das Zertifikat nicht verlängert und der CFP verliert seinen Titel.

 

Können Sie diese ethischen Beratungsstandards an einem Beispiel erläutern?

Gerne! Der wichtigste Grundsatz einer unabhängigen und wirklich auf den Kunden fokussierten Beratung ist der Vorrang des Kundeninteresses. Das bedeutet, dass das Eigeninteresse des Beraters hinter dem Interesse des Kunden zurückstehen muss. Solche Interessenkonflikte können zum Beispiel entstehen, wenn der Berater von Provisionen abhängig ist oder ihm der Verkauf von bestimmten Produkten vom Arbeitgeber vorgegeben wird. Dann kommt er sehr schnell in den Gewissenskonflikt: empfehle ich dem Kunden das Produkt, das am besten zu ihm passt, oder das, das mir als Berater die meisten Einkünfte garantiert? In diesem Fall wird aus dem Berater ein Verkäufer und die Kunden können sich nicht mehr darauf verlassen, dass der Rat in ihrem Interesse erfolgt.

 

Was machen Sie anders?

Zunächst einmal arbeite ich absolut unabhängig von Produktanbietern und ausschließlich auf Honorarbasis. Das heißt, dass meine Mandanten mich für meine Beratung direkt bezahlen und im Gegenzug sicher sein können, dass keine anderen Interessen im Spiel sind. Das ist zunächst für viele erst einmal ungewöhnlich, denn wir sind ja seit Jahrzehnten gewohnt, dass Finanzberatung zum Beispiel bei den Banken kostenlos ist. Wenn ich meinen Mandanten dann aber offengelegt habe, wie viele offene und versteckte Provisionen in den Produkten stecken, die sie vielleicht schon gekauft haben, sind die meisten überzeugt.

 

Wie kann man sich die Beratung bei Ihnen vorstellen?

Erstmal ist es für mich besonders wichtig, meine Kunden gut kennenzulernen und zu verstehen. Was ist ihnen wichtig, welche Ziele haben sie, wie stellen sie sich ihr Leben vor? Nur wenn ich meine Kunden gut genug kenne, kann ich sie individuell beraten. Je nachdem mit welchem Anliegen die Kunden zu mir kommen, folgt dann erstmal eine Bestandsaufnahme. Jeder kennt vermutlich die Situation, dass man Finanzprodukte mehr oder weniger zufällig kauft. Da wird mal ein Bausparvertrag, mal ein Fonds oder eine Versicherung empfohlen. So richtig zusammen passt am Ende meistens nichts und die eigentlichen Ziele der Kunden sind überhaupt nicht berücksichtigt.

Aus dieser Bestandsaufnahme und den Zielen des Kunden entsteht dann eine Analyse, in der ich konkrete Handlungsempfehlungen darstelle. Die werden dann ausführlich mit den Mandanten besprochen und diskutiert. Und wenn wir am Ende ein stimmiges Konzept gefunden haben, beschaffe ich den Kunden auch gerne die passenden Produkte. Das allerdings natürlich ohne Provisionen!

 

Wenn Sie Ihre Philosophie kurz zusammenfassen sollten, wie würden Sie sie beschreiben?

Zuhören. Nachfragen. Verstehen. Den Blick auf den Menschen gerichtet, nicht auf das Produkt!

 

Frau Drögemüller, vielen Dank für das Gespräch!

Neuigkeiten

Alles was Recht ist

3. Mär 2017
Kommentar hinzufügen

Versicherungscheck

3. Mär 2017
Kommentar hinzufügen

Nachgerechnet: der günstigste Krügerrand aller Zeiten

3. Mär 2017
Kommentar hinzufügen
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kanzlei für Finanzplanung Impressum